Über mich
Meine Geschichte
Wer mich heute erlebt, würde mir vieles aus meiner Geschichte vermutlich nicht ansehen.
Ich bin Regina, Jahrgang 1964, Tochter einer deutschen Mutter und eines italienischen Vaters. Vielleicht erklärt das, warum ich gleichzeitig Espresso liebe und Pünktlichkeit schätze.
Seit über drei Jahrzehnten bin ich Unternehmerin. Menschen, Beziehungen und echte Begegnungen waren dabei immer ein roter Faden. Mein Weg dorthin war allerdings alles andere als geradlinig.
Fast zwei Jahrzehnte war ich Teil einer religiösen Gemeinschaft, die Demut predigte und Selbstverleugnung meinte. Darin eine Beziehung, die mich fast zerstört hat. Und danach noch lange dieses Gefühl: Du bist selbst schuld.
Später kam die Persönlichkeitsentwicklung. Ich habe Bücher gelesen, Seminare besucht und so ziemlich jede spirituelle Praxis ausprobiert. Inklusive kalt duschen am Morgen, weil offenbar selbst meine Haut noch ihr höheres Bewusstsein erreichen sollte.
Nur die Geschichten waren danach immer noch da. Und ich war irgendwann erschöpfter als zuvor.


Was ich verstanden habe
Lange dachte ich, mir fehlt einfach noch die richtige Methode. Das magische Tool, das endlich alles verändert.
Bis ich verstanden habe, dass ich gar nicht aufgehört hatte, die alten Geschichten über mich zu glauben. Ich hatte einfach neue darübergelegt. Darunter war immer noch dieselbe Identität, dieselben Überzeugungen und dieselben Zweifel.
Rückblickend glaube ich, dass das Ereignis selbst selten das Problem ist. Das Problem ist die Identität, die wir daraus machen.
Und dass die meiste Erschöpfung nicht aus dem Leben entsteht, sondern aus dem Versuch, jemand anders werden zu wollen.
Was sich verändert hat, war deshalb keine weitere Methode. Es war der Moment, in dem ich aufgehört habe, mich mit all diesen Geschichten zu verwechseln.
Heute weiß ich, dass zwischen Wissen und wirklicher Veränderung oft keine neue Methode liegt, sondern eine Entscheidung.
Und dass Bewusstheit handlungsfähig macht, weil Entscheidungen nicht länger aus alten Geschichten entstehen.
Was ich heute mache
Genau daraus ist meine Arbeit entstanden.
Als Mentorin begleite ich Frauen, die schon viel verstanden haben und trotzdem merken, dass sie immer wieder an denselben Punkten landen. Ich arbeite nicht daran, Menschen zu verändern. Mich interessiert vielmehr, aus welchen Geschichten heraus wir unser Leben und unsere Entscheidungen führen.
Und weil ich gleichzeitig nie an den Mythos vom einsamen Erfolg geglaubt habe, habe ich gemeinsam mit Christine Fetzberger Connect & Grow aufgebaut. Ein Netzwerk für selbstständige Frauen, die nicht nur Sichtbarkeit suchen, sondern echte Begegnungen, Kooperationen und Gespräche, die sonst oft erst in der Kaffeepause entstehen.
Vieles, was in meinem Leben entstanden ist, ist aus Beziehungen entstanden. Aus Gesprächen. Aus gegenseitiger Unterstützung. Aus Menschen, die sich begegnet sind.
Heute lebe ich eigenständig und gleichzeitig eingebettet in eine besondere familiäre Konstellation. Ich wohne mit meiner Schwester und unserer Mutter unter einem Dach und bin eng verbunden mit meinen Kindern und Enkeln.
Nähe und Eigenständigkeit schließen sich für mich nicht aus.
Vielleicht ist das die wichtigste Erkenntnis, die ich aus all den Jahren mitgenommen habe:
Die Menschen, die irgendwann Frieden mit sich finden, sind oft nicht die, die sich am meisten geheilt haben.
Sondern die, die aufgehört haben, sich selbst für kaputt zu halten.

